Das JMC Soundboard - Jedes Detail zählt

21 June, 2017

Das JMC Soundboard - Jedes Detail zählt

Das JMC Soundboard wird mit sehr viel Aufmerksamkeit hergestellt. Neben dem Hervorheben des emotionellen musikalischen Inhaltes, welcher von der Membrane der 350-jährigen Klangfichte hervorgebracht wird, zählt jedes einzelne Detail bei der Herstellung dieses wahrhaften Musikinstrumentes. Von den Kondensatoren über die Lackierung bis hin zur Aufhängung ist alles mit den besten Komponenten und grösster Sorgfalt konstruiert.

Zuallererst haben wir uns für eine Membrane aus Resonanzholzfichte entschieden. Dieses Holz ist seit hunderten von Jahren für seine exzellente Reaktion auf Vibrationen bekannt und wird für den Bau der besten Saiteninstrumente der Welt genutzt. Dieses Holz kann man nur an sehr wenigen Orten finden und wir finden es im Risoud-Wald, ganz in der Nähe unserer Manufaktur im Vallée de Joux im Schweizer Waadtländer Jura. Wir wählen einen Baum unter 10‘000, den der absolut perfekt ist, bezüglich des Ortes und seiner Umgebung, in der er gewachsen ist sowie seiner Struktur. Ohne Knoten und ohne Harztaschen ist er vorzugsweise auf 1‘200 Höhenmetern in einer Senke gewachsen, von der Sonne beschienen und von seinen Nachbarn vor zu starken Windböhen geschützt. Aber vor allem ist er ganz gerade.

Sein Pflücken erhält ebenfalls eine ganz besondere Aufmerksamkeit, denn es findet im Spätherbst bei tiefstehendem Mond statt. Anschliessend kann das Holz in Viertel geschitten oder transchiert werden. Nach langen Jahren des Wartens, des Lagerns und Stabilisierens in einer kontrollierten Umgebung, können wir unsere Arbeit des Instrumentenbaus beginnen.

Zuerst werden die schönsten Holzscheiben für das Innere und Äussere der Membrane gewählt. Der Instrumentenbauer achtet darauf, ein weicheres Holz für den Mittelpunkt zu wählen, um die tiefen Töne zu begünstigen. Er wählt ein etwas härteres und tonisches Holz, um den Glanz der hohen Töne auf der Peripherie der Membrane zu fördern. Um die Membrane zu stabilisieren, befindet sich zwischen zwei Holzschichten eine Schicht aus Nomex, Kevlar Bienenwabe. Dieser Nomex ist für seine Verwendung in Schiffshäuten, wie zum Beispiel bei Alinghi oder in der Struktur des Solarflugzeuges Solar Impulse bekannt. So wird in der Membrane leistungsstarkes technisches Material mit der poetischen und musikalischen Leistung des Fichtenholzes verbunden.

Die Wahl der Aktivatoren war ein Objekt jahrelanger Forschungen und Untersuchungen. Derzeit hat nur einer unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn er kann unglaublich gut die Membrane zum Schwingen bringen. Wir sprechen übrigens von einem wahren Musikinstrument, denn seine Membrane ist gestimmt und ganz und gar von seinem Deckel oder der Wand durch ein subtiles Aufhängungssystem getrennt. Die elastische Drahte sind dieselben, welche in der Raumfahrt genutzt werden. Um die Frequenzen zu orientieren, wurde ein Dreiweg-Filter entwickelt. Jedes elektronische Bauelement ist das beste des Marktes. Die Spulen, zum Beispiel, sind von Hand aufgewickelt. Die Kondensatoren wurden ebenfalls im Vergleich getestet, bevor wir unsere Endauswahl getroffen haben.

Die Lackierung ist eine wichtige Phase, denn sein Endergebnis darf nicht das frequenzielle Gleichgewicht der Membrane beeinflussen. Wir tragen den gleichen Lack wie für unsere Gitarren in dünnen, nicht durchdringenden Schichten auf, um so gut wie möglich die harmonischen Eigenschaften der Resonanzfichte zu bewahren.  

Das Resultat ist ein wahrhaftes Musikinstrument. Einerseits ist die gewölbte Membrane, die wie die Instrumentendecke einer Gitarre oder eines Klaviers gestimmt ist, gebändigt. Andererseits ist dieselbe Membrane völlig freihängend und losgelöst, damit alle Vibrationen in die Membrane orientiert werden und kein Verlust entsteht. Und vor allem ist der emotionelle Inhalt dieser lebendigen Materie, welche 350 Jahre im Wald gelebt und vibriert hat, unvergleichbar. So gespielte Musik schenkt uns Empfindungen, eine musikalische Erfahrung, einmalig und unvergesslich.